Abstracts
Suchen | Eingabe | Hilfe | 0.02s

Arbeit :: Detailansicht


AutorIn
Name: Anita Drexel
BetreuerIn
Name:O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Gerda Schneider
Herkunftsbetrieb:Universität für Bodenkultur
2.BetreuerIn
Name:O.Univ.Prof. Dr.phil. Florin Florineth
Herkunftsbetrieb:Universität für Bodenkultur
Arbeit
Typ der Arbeit:Dissertation
Sprache der Arbeit:Deutsch
Titel der Arbeit in Originalsprache:
Titel der Arbeit in deutsch:
Titel der Arbeit in englisch:n.a.
Publikationsmonat:12.1998
Seitenanzahl:
Online-Katalog der Universitätsbibliothek Bodenkultur
AC-Nummer:AC02482678
Abstract
Abstract in Deutsch:Wege sind Ausdruck von und Orte für Nutzungen. Sie organisieren Leben,
Arbeit und Wirtschaften in Dorf, Stadt und Landschaft.
Der Dissertation liegt die Annahme zugrunde, daß die materielle und
morphologische Ausstattung der Wege Ausdruck der Qualitäten und des
handwerklichen Umganges mit Freiräumen ist. Ziel der Arbeit ist es bewährte
Bauweisen von Bodenbelägen für nutzbare Freiräume zu beschreiben und eine
Verbindung zwischen Themen landschaftsbaulichen und -planerischen Arbeitens
und Forschens herzustellen.

Eine Analyse der materiellen Ausstattungen von Gehwegen in Wien, ergänzt
durch Beispiele anderer europäischer Städte, folgt dem
indizienwissenschaftlichen Paradigma. Die ¿stumme¿ Materie wird zur Spur zu
den darin enthaltenen Prinzipien und Bedeutungen für die Freiraumplanung und
den Wegebau.

Eine Typologie beschreibt MATERIALIEN, BAU und ZUSTAND der Gehwege in Wien.
Die Stadt Wien hat die Pflasterungen für die sie Mitte des 19.Jahrhunderts
noch berühmt war nicht nachhaltig unterhalten. Eine gut entwickelte
Tradition im Pflasterhandwerk fehlte, städtische Großbaustellen führten früh
zum industriellen Wegebau. Anstelle einer auf Qualität ausgerichteten
Weiterentwicklung setzte ein materieller Umbau der Gehwege ein, auf diesen
folgt nun ein morphologischer. Die aktuelle Praxis des Wegebaus wird durch
Rationalisierungen und den Maschinenpark bestimmt - mit negativen
Auswirkungen auf Bauhandwerk, Unterhaltung und Freiraumnutzung.

Eine Typologie der BELÄGE erforscht enzyklopädisch die Entwicklung der
Bauprinzipien und ihre wirtschaftliche sowie sozialhistorische Bedeutung.
Am Wechsel von einem handwerklichen Wegebau zum technisch-industriellen wird
die Mechanisierung und Normung (18. und 19.Jh.), die Verschwendung (20.Jh.)
von Naturgütern sowie ein Verlust an handwerklichem Wissen deutlich.
Parallel dazu vollzieht sich eine Reduzierung, Funktionalisierung und
Spezialisierung des städtischen Weges.

Die Qualität der Freiräume wird durch die Qualität ihrer baulichen
Ausführung und ihrer Pflege bestimmt. Die Typologie der ZONIERUNGEN der
Wiener Gehwege zeigt, daß die bauliche Ausstattung, planerisch richtig
eingesetzt, gleichzeitig der Gliederung für vielfältige Nutzungen dient.
Ein fachkundiges Zusammenspiel von bautechnischem Wissen und Freiraumplanung
erzeugt gebrauchsfähige Freiräume und vermag flexibel der Besonderheit von
Orten und Bedarf gerecht zu werden.

Abstract in Englisch:Footpaths and pavements imply and represent manifold uses. Living, work at
home or at the workplace and, thus, life and human activities in general are
organised by means of footpaths.
This dissertation is based on the assumption that the material and
morphological design and construction of footpaths is an expression of the
general quality of open spaces and of the craftsmanship applied to them. The
author aims at describing traditional cobbling or paving methods for open
spaces that are suitable for human use and at providing a link between
issues of the research and practice of landscape construction and landscape
planning.

The paradigm of factual evidence is followed by an analysis of the material
construction and quality of footpaths, complemented by examples taken from
other European cities. The ¿silent¿ witnesses reveal the principles inherent
in them and their significance for open-space planning and the construction
of footpaths.

The typological section describes the MATERIALS, the CONSTRUCTION and STATE
of footpaths in Vienna. In the 19th century, Vienna was famous for its
pavements and surfaces. The analysis indicates that the City of Vienna has
failed to maintain these surfaces in a sustainable way. Instead of a
quality-oriented development, the city saw a series of comprehensive
modifications of its pavements. The material re-construction of pavements
was followed by morphological re-design. This situation has a negative
bearing on craftsmanship, on maintenance and the use of open spaces.

In a section devoted to an encyclopaedic typology of SURFACES the author
examines the development of construction principles, their economic and
socio-historical significance. The passage from hand-crafted paving to
technological and industrial construction methods illustrates both a waste
of natural resources and a loss of skills and workmanship. In a parallel
process, urban ¿floors¿ are functionalised, are the object of public
administration, reduction and specialisation.

The quality of open spaces is determined by the quality of their
construction. A typology of the different ZONES demonstrates that the
construction-related requirements for footpaths may also serve to provide
an important classification scheme for manifold uses, provided they are
adequately integrated in the planning process. A professional interaction
of sconstruction skills and open-space planning will lead to open spaces that
are fit for use and flexibly adapted to the special requirements of the
respective site.
Schlagworte
Schlagwörter Deutsch: Stadt- und Gebietsplanung Freiraumplanung Wegebau Landschaftsbau Handwerksgeschichte
Schlagwörter Englisch: URBAN AND REGIONAL PLANNING open space planning road construction Landscape construction footpaths
Sonstiges
Signatur:D-8765
Organisationseinheit, auf der die Arbeit eingereicht wird:H72500 Inst.f. Landschaftsplanung und Ingenieurbiologie


Zurück zur Auswahl der Arbeiten
Zurück zur Auswahl der Organisationseinheiten