Beurteilende*r| Name: | Assoc. Prof. Mag. Dr. Reinhard Steurer |
| Herkunftsbetrieb: | |
| 1.Mitwirkender |
| Name: | Mag. Dr.phil. Patrick Scherhaufer |
| Herkunftsbetrieb: | |
| Arbeit |
| Typ der Arbeit: | Masterarbeit |
| Sprache der Arbeit: | Deutsch |
| Titel der Arbeit in Originalsprache: | Empowerment durch partizipative Deliberation: Einfluss verschiedener Prozesselemente am Beispiel des österreichischen Klimarats |
| Titel der Arbeit in deutsch: | Empowerment durch partizipative Deliberation: Einfluss verschiedener Prozesselemente am Beispiel des österreichischen Klimarats |
| Titel der Arbeit in englisch: | |
| Publikationsmonat: | 06.2024 |
| Seitenanzahl: | 93 |
| Volltext |
| Volltext der Arbeit: | Volltext der Arbeit im PDF-Format laden |
| Online-Katalog der Universitätsbibliothek Bodenkultur |
| AC-Nummer: | AC17239595 |
| Abstract |
| Abstract in Deutsch: | Deliberative Formen von Bürger*innenbeteiligung werden in den letzten Jahren zunehmend auf verschiedenen politischen Ebenen eingesetzt, um Bürger*innen vermehrt in die Politikgestaltung einzubinden und Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Das Format der „Citizens‘ Assemblies“ zeichnet sich durch eine aufwändige Prozessgestaltung aus und ist dadurch insbesondere zur partizipativen Deliberation komplexer Fragestellungen geeignet. Neben einer Verbesserung der inhaltlichen Qualität und demokratischen Legitimität politischer Entscheidungen kann das Verfahren auch zu einem demokratischen Empowerment der teilnehmenden Bürger*innen beitragen. Allerdings ist bisher noch weitgehend unklar, welche Aspekte des Prozesses zu einer solchen Selbstermächtigung der Teilnehmer*innen führen. Die vorliegende Masterarbeit untersucht, welche emanzipatorischen und demokratiepolitischen Effekte durch die Teilnahme am „Österreichischen Klimarat der Bürgerinnen und Bürger“ ausgelöst werden konnten und welche Prozesselemente auf welche Weise dazu beitrugen. Zu diesem Zweck wurden qualitative Expert*inneninterviews mit ehemaligen Teilnehmer*innen durchgeführt. Die qualitative Inhaltsanalyse der Interviews zeigt zahlreiche positive Effekte: Die Klimarät*innen konnten sich zentrale demokratische Kompetenzen aneignen und entwickelten positive Einstellungen zu deliberativer Partizipation. In ihrem Alltag engagierten sie sich vermehrt für die Klimaratsthemen und setzten auch entsprechende Verhaltensänderungen um. Allerdings deuten die Ergebnisse auch darauf hin, dass im Rahmen eines einzelnen Prozesses nicht alle potenziell möglichen Formen demokratischen Empowerments zugleich gefördert werden können. Es scheint daher sinnvoll, die Ziele eines Prozesses in Bezug auf das demokratische Empowerment der beteiligten Bürger*innen vorab klar zu definieren, um eine Überforderung partizipativ-deliberativer Verfahren mit einer Vielzahl von Erwartungen zu vermeiden. |
| Abstract in Englisch: | In recent years, deliberative forms of citizen participation have been increasingly adopted at different levels of governance to enhance citizens’ involvement in policymaking and support the processing of societal challenges. The “Citizens' Assembly” method is characterized by an elaborate process design and is therefore particularly suitable for the participatory deliberation of complex political issues. Next to the improvement of the quality and democratic legitimacy of political decisions, Citizens’ Assemblies can also contribute to the democratic empowerment of the participating citizens. However, it is under-researched which aspects of the process lead to this democratic empowerment of participants. This study examines the emancipatory and democratic effects triggered by participation in the “Austrian Climate Citizens’ Assembly” and investigates the contribution of different process elements to these empowerment effects. To this end, qualitative expert interviews were conducted with former Assembly members. The qualitative content analysis of the interviews reveals several positive empowerment effects, as the process enabled Assembly members to acquire important democratic skills and develop positive attitudes towards deliberative participation. The participants also increased their personal engagement for the Climate Assembly’s topics and implemented changes in their everyday behavior to reflect this. However, the results also indicate that not all potential forms of democratic empowerment can be promoted simultaneously within the scope of a single participatory-deliberative process. In order to avoid overburdening participatory-deliberative processes with a multitude of expectations, the study therefore recommends that empowerment objectives be clearly defined in advance. |
| Schlagworte |
| Schlagwörter Deutsch: | Bürger*innenräte Klimarat Partizipation Deliberation demokratisches Empowerment |
| Schlagwörter Englisch: | Citizens' Assemblies Climate Assembly participation deliberation democratic empowerment |
| Sonstiges |
| Signatur: | D-24662 |
| Organisationseinheit, auf der die Arbeit eingereicht wird: | H73200 Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik |